Kbdg 093 - Sunset I

König, Bube, Dame, Gast - der Stephen King ReRead Podcast

2022, @Florian666, @Llbyz, @Delanji

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Wir lesen King. Chronologisch und umfassend, mit Spoilern aber ohne Ahnung.

00:00:00 Intro und Begrüßung

Intromusik

Dela:
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge König, Bube, Dame, Gast! Wir haben einen Meilenstein für dieses Jahr erreicht, denn wir sind jetzt endlich in der Kurzgeschichtensammlung Sunset angekommen.
Und wir wollen drei Geschichten besprechen, nämlich Stumm, Ayanna und in der Klemme. Und dazu habe ich wie immer den wundervollen Hendrian dabei, unsere Lieblingsgeisel. Hallo Hendrian.

Hendrian:
Murmeltierhallo.

Dela:
Außerdem den großartigen Flo. Hallo Flo.

Flo:
Guten Abend.

Dela:
Und den wunderbaren Jonas. Hallo Jonas.

Jonas:
Hallo Dela!

Dela:
Ja, wie gesagt, Kurzgeschichten, endlich wieder! Wir haben lang genug gewartet und die drei Geschichten, die wir heute besprechen, sind in Sunset drin, sind aber nicht chronologisch die ersten.
Das liegt einfach nur daran, dass wir Terminfindungsprobleme hatten usw. und deswegen ein bisschen umgeschichtet haben. Aber das sind die letzten drei Geschichten aus dieser Sammlung. Alle anderen werdet ihr aber in diesem Format auch hören über die Zeit.
Und ich würde sagen, Flo, fang du erstmal an mit einer zeitlichen Einordnung.

00:01:21 Stumm

Flo:
Ja, gerne. Also wir sprechen heute über drei Geschichten aus dem Sammelband Sunset. Im englischen Original heißt er Just After Sunset. Und der ist 2008 erschienen.
Die deutsche und die amerikanische Ausgabe kamen zeitgleich raus. Und es sind sechs Jahre vergangen seit der letzten Kurzgeschichtensammlung.
Das war "im Kabinett des Todes." Und in der Zeit hat King drei Kurzgeschichten veröffentlichtdie nicht ins Sunset gelandet sind.
Und das hat auch einen guten Grund. Die drei Geschichten sind The Tale of Grey Dick, das ist ein Teil von Wolfsmond geworden.
Lizzie und der Irre, das ist ein Teil von Love geworden. Und Erinnerung, das ist ein Teil von Wahn geworden.

Hendrian:
Hm, so macht das auf einmal alles Sinn.

Flo:
Tja, ist auch gut, dass wir die Geschichte nicht haben, sonst hätten wir das alles nochmal durchkauen müssen.

Dela:
Und darauf haben wir wirklich keine Lust.

Flo:
Naja, Wahn war ja okay. Wobei Wolfsmond auch. Naja, ja, aber erstmal zu den Geschichten, über die wir heute reden. Wie Dela ja schon gesagt hat, haben wir uns die letzten drei Geschichten, von den insgesamt 13 Geschichten vorgeknöpft.
Und wir beginnen mit Stumm.
Im Original Mute und die Geschichte ist ursprünglich im Playboy des Dezember 2007 erschienen und So wie ich euch kenne haben wir die alle da auch da gelesen.

Dela:
Ich leider nicht, ich bin Matador Kunde gewesen.

Flo:
Naja, ich lese den Playboy ja auch nur wegen der Stephen King Kurzgeschichten,
auch wenn ich alle anderen Ausgaben sammle.
Ja, viel mehr kann ich jetzt über die Geschichte nicht erzählen.
Ob wir viel über die Geschichte reden, sie ist so recht kurz, das werden wir gleich merken.
Aber vielleicht sollte uns Jonas erstmal sagen, worum es denn hier geht.

Jonas:
Das mache ich gerne. In Stumm beichtet der Vertreter Monett einem Priester von einer anderen Art Beichte. Und zwar hat Monett einen vermeintlich taubstummen Anhalter mitgenommen. Und diese Chance genutzt, seinem schlafend aussehenden Mitfahrer von dem Ehebruch seiner Frau zu erzählen und dass diese zusammen mit ihrem Liebhaber 120.000 Dollar der Schulverwaltung veruntreut hat.
Und lässt dabei auch nicht aus, wo er wohnt, wo sie wohnen. Wenig später werden dann Frau und Liebhaber erschlagen aufgefunden,
und Monett findet einen Zettel und ein Amulett das aus einem Auto verschwunden ist, zusammen.
Und auf dem Zettel steht Danke fürs Mitnehmen.
Und im Prinzip war's das schon.

Dela:
Gut, wunderbar. Danke für die Zusammenfassung. Ich würde in die Detailbesprechung einsteigen mit dem Kommentar von King.
Denn im jeweiligen Nachwort von Sunset haben wir jeweils einen kurzen Kommentar zu den einzelnen Geschichten.
Und der Kommentar von King zu der Geschichte Stumm ist der folgende:
"In meiner örtlichen Tageszeitung las ich eine Geschichte über eine Highschool-Sekretärin, die über 65.000 Dollar veruntreut hatte, um Lotto zu spielen.
Mein erster Gedanke war, wie sich wohl ihr Ehemann dabei fühlte. Um das herauszufinden, schrieb ich diese Geschichte.
Sie erinnert mich an die giftig-bösen Leckerbissen der wöchentlichen Fernsehreihe Alfred Hitchcock zeigt, die ich mir damals nie entgehen ließ."
Gut, Hitchcock Vibes habe ich jetzt für diese Geschichte tatsächlich keine gekriegt, ich weiß nicht wie es euch ging.

Flo:
Nee, aber tatsächlich so städtische Angestellten Vibes. Ich fand die Geschichte irgendwie nicht so besonders aufregend.

Hendrian:
Ja, aufregend nicht, aber hübsch.

Jonas:
Schau, ich finde, die Geschichte hätte halt in diesem...Wie heißt das Format mit Jonathan Frakes?

Dela:
X Factor.

Jonas:
X Factor, genau. Da hätte das reinpassen können.

Flo:
Ja, war das so oder haben wir es uns ausgedacht?

Dela:
Was mir sehr gut gefallen hat an diese Geschichte ist die Erzählstruktur. Ich fand das ziemlich cool, dass wir die Geschichte quasi vermitteln über diese Beichte.
Das liegt aber auch in erster Linie daran, dass ich wahnsinnig viel Spaß an dieser Priesterfigur hatte.

Flo:
Ja, der hatte nicht viel Zeit, der musste zum Essen.

Jonas:
Hähnchensalat mit Majo.

Flo:
Das fand ich tatsächlich auch lustig.
Ja, Beichte mal, aber mach nicht so lange, ich bin zum Essen eingeladen und die Gäste bringen das Essen sogar mit.

Dela:
Ja und vor allem nicht nur, dass er es eben so eilig hat und seinen Job nur so semi-ernst nimmt, aber er ist halt so lapidar, so ein bisschen desinteressiert, die ganze Zeit sarkastisch, gibt blöde Kommentare von sich. Also wenn die Priester, die ich kenne, so wären, würde ich vielleicht sogar in die Kirche gehen.
Nein, würde ich nicht, aber wir könnens uns schönreden.

Hendrian:
Ja, da bin ich ganz bei dir. Der war so herrlich wenig moralische Instanz.
Fand ich auch ganz hübsch.

Jonas:
Ja, das hat den Anschein, als ob das wirklich eher so ein Verwaltungsakt wäre.

Dela:
Ja. Die Frage ist halt, ist der immer so oder ist der so bei diesen Leuten, die das erste Mal bei ihm auftauchen und so weiter, quasi um mit dieser lapidaren Art vielleicht auch ein bisschen die Angst zu nehmen.
Ich meine, wenn du da wirklich so eine frömmelnde Oma hast oder sowas, ich glaube nicht, dass der sich das leisten kann, bei der so aufzutreten.

Hendrian:
Über den Ort der Kirche wird nichts gesagt, oder?

Dela:
Ich glaube nicht, nee. Okay.

Jonas:
Ich glaube nur, dass es in Main ist.

Dela:
Was ich auch ganz lustig fand, ist hier die Beschreibung von diesem Ehekonflikt. Eben dieser Punkt von zu müde und zu schockiert zu sein, um überhaupt ernsthaft wütend zu werden, oder handgreiflich oder was auch immer.
Ich glaube, dieses tiefe Gefühl der insgesamten Resignation gegenüber des Lebens, das kennt man in dieser Runde möglicherweise.

Flo:
Ach, seufzt.
Kurz noch eine Anmerkung. Ich weiß nicht, wo die Kirche ist, aber der Anhalter ist Richtung Derry unterwegs.

Dela:
Genau. Aber was mir auch viel Spaß gemacht hat, war, dass das Problem für unseren Erzähler gar nicht unbedingt das Fremdgehen selber ist, sondern sein Hauptproblem ist ja tatsächlich das mit dem Geld.
Weil die Idee ist halt, die Frau hat das Geld veruntreut, und er ist in zweiter Linie der, der drauf sitzen bleibt.
Also auf den Schulden.
Und das fand ich ganz nett, dass wir hier dann nicht unbedingt ein Ding draus machen von Untreue und so weiter und so fort, sondern dass die Motivationen hier eben in erster Linie die wirtschaftlichen Sorgen sind und so was.
Dieser Verrat liegt quasi auf einer anderen Ebene. Das fand ich ganz nett.

Flo:
Auf der persönlichen Ebene hat er, glaube ich, schon lange resigniert.
Was ich aber auch irgendwie nett fand. Also nicht für ihn, aber glaubhaft.

Dela:
Naja, und er ist ja auch ehrlich zu sich selber. Er gibt ja auch zu, er hat selber das eine oder andere Mal seine Frau betrogen und so weiter. Von daher finde ich das gut, dass er darin nicht das Problem unbedingt sieht.
Er hat sie halt nicht wirtschaftlich ruiniert. Das ist halt schon ein qualitativer Unterschied.

Jonas:
Ich würde sagen, da kann ich mitgehen.

Dela:
Und da muss ich sagen, da könnten wir vielleicht auch mal drüber reden.
Denn hier wird ja auch wieder dieser Qualitätsunterschied gemacht zwischen das ist eine komplett volle Affäre und das ist ein einmaliger Ausrutscher.
Das ist ja auch nochmal eine Diskussion, die man aufmachen kann.
Aber die Begründung von der Frau, die finde ich auch ganz nett. Sie sagt dann, "du hast es nicht gewusst, weil es dir egal war.
Du warst fast immer unterwegs und wenn nicht, dann wolltest du unterwegs sein.
Es interessiert dich seit 10 Jahren nicht mehr, welche Unterwäsche ich trage. Wie auch, wo es dir doch egal ist, welche Frau darin steckt.
Aber jetzt, jetzt ist es dir nicht mehr egal, oder? Jetzt interessiert es dich."
Und dass wir auf so wenigen Seiten tatsächlich relativ viel Charakterbildung da reinbringen, fand ich ganz nett gemacht. Also das kenne ich von King-Kurz-Geschichten eigentlich auch nicht unbedingt.

Jonas:
Und ich finde es auch bei ihm so lustig, man merkt richtig, dass sie fremdgegangen ist. Ja, okay, passiert, aber dann auch noch mit so einem älteren Kerl.
Ich glaube, das wurmt ihn wirklich sehr.

Dela:
Ja!
Wie steht ihr hier denn wieder zu der Darstellung von Behinderung, von diesem Typen, der ja erstmal auftritt als Taubstummer?
Denn die hat mich schon wieder ein bisschen geärgert. Weil er wird ja, also ich mein klar, in dem Moment ist es vielleicht eher eine Verschleierungstaktik, aber er wird ja nicht nur als Taubstumm dargestellt, sondern auch so ein bisschen als Blöde.

Hendrian:
Fandest du?

Dela:
Naja, also dass er so lange braucht, um die Sache mit dem Notizzettel zu begreifen und so was. Und ich glaube, es wird tatsächlich ein paar Mal gesagt, dass der Erzähler ihn als ein bisschen minderbemittelt wahrnimmt.

Hendrian:
Okay, das muss ich überlesen haben.

Flo:
Jonas?

Jonas:
Ja, er nimmt ihn als minderbemittelt wahr, aber er fällt halt nur auf Schauspielerei des Kerls rein.

Dela:
Das meinte ich mit "kann natürlich in dem Fall auch Taktik sein, und müssen wir so schreiben." Also würden wir das King jetzt erstmal nicht negativ ankreiden?

Jonas:
Nee, das nicht. Zumal es stellt sich ja nachher raus, dass er so blöd gar nicht sein kann, wenn er sich das alles merkt, wo das Hotel ist und so und dann sich auf den Weg macht.

Dela:
Ja, das stimmt.

Flo:
Ja, ich denke auch, also es ist nicht die Darstellung an sich, es ist das, wie er wie der Monette, wie er ihn wahrnimmt.
Also er nimmt ihn wahr. Ich würde sagen, wie eine Mischung aus Nick Andros und Tom Cullen.

Dela:
Ja, ja, bin ich bei dir hundertprozentig.

Flo:
So kommt er mir vor. Aber das ist, glaube ich, wirklich einfach nur Darstellung von ihm.

Dela:
Ja, und da sind wir wieder bei einer meiner Lieblingsszenen. Der Monette erzählt dann dem Priester, "manchmal kommt einem die Liebe einfach abhanden.
Und es stimmt auch, dass ich nicht immer treu war.
Von Zeit zu Zeit habe ich mir unterwegs ein bisschen Trost gegönnt.
Aber lässt sich damit denn alles rechtfertigen? Lässt sich damit rechtfertigen, dass eine Frau ein ganzes Leben zertrümmert, so wie Kinder mit einem Knallkörper faule Äpfel in die Luft sprengen?"
Und die Antwort des Priesters ein paar Seiten später, als er ihn dann fragt, wie ist denn jetzt so meine Strafe quasi, also was muss ich tun um Absolution zu kriegen? Und das fand ich sehr symptomatisch für den Priester:
"Zehn Vater unser und zehn Ave Maria antwortete der Priester schroff.
Die Vater unser sind für deine mangelnde Nächstenliebe", weil es ihnen nicht leicht getan hat, dass die Frau tot ist. "Eine schwerwiegende, aber keine Todsünde.
Und die ave Maria? Anstößige Sprache während der Beichte. Irgendwann sollten wir uns auch um den Ehebruch kümmern.
Deinen, nicht Ihren."
Das fand ich ganz nett.

Flo:
Dann möchte ich aber auch gerade mein Zitat anhängen, weil das ist nämlich die Fortsetzung davon.
"Sind Sie froh, dass Ihre Frau und Ihr Liebhaber tot sind? In seinem Inneren sagte Monette augenblicklich Ja. Laut sprach er, ich bin erleichtert. Es tut mir leid das sagen zu müssen.
Vater, denken Sie es wäre möglich, dass Gott mit diesen Typen ins Auto gesetzt hat?
In seinem Inneren sagte der Priester augenblicklich Ja. Laut sprach er, das ist Blasphemie, reicht für zehn weitere Vater unser."

Dela:
Ja, und das Schöne war ja die Reaktion darauf, dass er nachdem er die Kirche verlassen hat, weil er den Priester angelogen hat mit diesem Ja, tatsächlich nochmal 10 Vaterunser oder 10 Ave-Maria dazusagt. Das halte ich auch ganz putzig.
Ja, ich weiß nicht, ob wir noch was zum Inhalt haben. Haben wir noch was zum Inhalt?

Flo:
Es gibt nicht so viel her, glaube ich.

Dela:
Dann würde ich kurz in die Symbolik schnell gehen, denn das Hauptelement, was wir an Symbolik haben, ist natürlich dieses Christopherus-Medaillon.
Und das ist der Schutzheilige der Reisenden. Wisst ihr denn warum? Ich glaube, Jonas, du wirst es höchstwahrscheinlich wissen, aber ihr anderen?

Jonas:
Ich habe es irgendwann mal gelesen oder mitbekommen, glaube ich, aber ich habe es wieder vergessen.

Hendrian:
Weil Nikolaus schon vergeben war für die Seeleute?

Dela:
Flo, hast du auch noch eine Idee?

Flo:
Ich wusste es tatsächlich auch mal, aber ich komme nicht drauf.

Dela:
Unser Freund Christophorus hat...
Also eigentlich ist das eine sehr interessante Figur, weil über die Kulturen ist das eine sehr lustige Hybridgestalt. Also er wird teilweise als Riese beschrieben, er wird teilweise aber auch als Mensch-Hund Hybrid so ein bisschen verkauft.
Also die Theorie ist, dass der auch so ein bisschen von Anubis abgeleitet ist ursprünglich mal.
Aber die Idee, weshalb er der Schutzheilige der Reisenden ist, er hat wohl das Jesuskind durch die Gegend getragen, also über einen Fluss getragen, und als das immer schwerer wurde, hat er sich halt gewundert,
warum dieses Scheiß-Balg plötzlich so schwer wird, und am Ende hat sich dann das Jesuskindlein quasi gezeigt, als "ja, du hast jetzt die Last der Welt getragen und deswegen war es jetzt so schwer."
Aber deswegen ist er eben der Schulzeitige, der Reisenden.
Und das fand ich ganz nett, diese Verbindung zu Kindern, weil das ist ja auch ein Punkt, den wir gar nicht erwähnt haben,
er kotzt ja gar nicht so sehr drüber, dass er jetzt auf den Schulden sitzen bleibt, sondern er macht sich auch wahnsinnig Gedanken um sein Kind, dass er jetzt plötzlich die Schulbildung nicht mehr bezahlen kann und so weiter und so fort.
Und das fand ich auch ein ganz nettes Element, dass es eben hier nicht nur um sein egoistisches Wohlergehen oder irgendwas geht, sondern eben tatsächlich um die Grundlage der ganzen Familie.
Interessant ist für mich auch, dass wir hier dieses Glücksspielelement haben, denn die Frau hat ja das Geld veruntreut, um ein Glücksspiel zu spielen, was Übrigens unserer Priester auch sehr gut nachvollziehen kann, fand ich auch witzig.
Aber das quasi die Frau Glücksspiel macht, und er hat mit dem Anhalter diesen Glückstreffer, diesen einen relevanten, mit dem er alle seine Geldsorgen los ist plötzlich.
Das fand ich auch noch mal eine ganz nette Spiegelung.
Ergänzungen?

Hendrian:
Meinst du mit Ergänzungen sowas wie, dass ausgerechnet sein Gegenspieler Cowboy Bob ist?
Weil Bob ja als Kurzform von Robert und...
Robert ja der Ehrvolle heißt und der überhaupt nicht... ...ehrsam sich verhält und Cowboy sowas wie Zureiten oder so?

Dela:
Das hab ich nicht kommen sehen, aber ich unterstütze das sehr.

Hendrian:
Danke, danke. Das war meine Symbolik.

Flo:
Ja, das war deine Symbolik, das merkt man.

Dela:
Und deswegen ist der Hendrian unsere Lieblingsgeisel.
Ähm, gut. Dann wollen wir über die Verknüpfungen reden. Wie Flo schon gesagt hat, es ist eine Derry-Geschichte, beziehungsweise der Anhalter ist auf dem Weg nach Derry.
Und wir haben ja im King-Universum schon die eine oder andere Tramper-Geschichte gehabt.

Flo:
Genau, zum Beispiel in Achterbahn und in Klapperzähne. Da war es aber beide male so das Klassische. Eigentlich ist der Anhalter das Böse. Na gut, hier ist er das ja auch, aber hier ist er der böse Schutzengel.

Dela:
Und wir hätten natürlich noch Nona, wo es auch um Anhalter geht, die Leute umbringen.

Flo:
Ja, stimmt.

Dela:
Gut, das hätten wir. Wie sieht es denn mit Zitaten aus? Flo, du hattest deins schon verbrannt, nehme ich an?

Flo:
Ja.

Dela:
Jonas?

Jonas:
Bei der Geschichte habe ich keins.

Dela:
Hendrian?

Hendrian:
Nein, ich habe auch keins.

Dela:
Ich habe nur noch das Romantische ist geblieben, aber mit dem Gewinnen war es vorbei.
Gut, Flo, wie sieht es aus hier mit Verwertungen und sowas?

Flo:
Nein, hier gibt es nichts.
Ich glaube, die 20 Seiten, ob man da mehr als ein Dollar Baby... Na gut, die können das allen mehr rausquetschen, aber ob man das machen sollte, weiß ich nicht.

Dela:
Gut, dann... Wie haben wir das immer gemacht bei den Kurzgeschichten? Ich weiß es gar nicht mehr. Wir haben jede Geschichte einzeln bewertet, ne?

Flo:
Genau.
Nur gerade vielleicht, also es gibt natürlich das Englische und das Deutsche Hörbuch, aber das ist mittlerweile ja jetzt auch Standard.

Dela:
Aber ich glaube, mit den Hörbüchern zumindest auf Audible ist das doch ein bisschen komisch hier bei diesem, ne?
Das ist doch irgendwie geteilt.

Flo:
Sunset ist in drei Teile aufgeteilt, mit verschiedenen Geschichten, aber liegt komplett vor.

Dela:
Okay.

Hendrian:
Echt? Ich meine, eine Geschichte von den dreien habe ich nicht als Audible Hörding sie gefunden.
Ich meine die "in der Klemme", die letzte.

Flo:
Ich müsste nochmal nachschauen, wo du mal bist, sollten alle da sein.

Dela:
Naja, wir können da ja nochmal nachrecherchieren.

Flo:
Genau, ich reiche das nach.

Dela:
Genau.
Gut. Wollen wir in die zweite Geschichte gehen?

Flo:
Nein, wir wollen die Geschichte bewerten.

Dela:
Ach ja, natürlich. Genau. Ihr verwirrt mich heute. Ja, dann würde ich sagen, für die neuen Hörer und Hörerinnen, wir bewerten von 0 bis 19. 0 ist das schlechteste, 19 ist das beste.
Und ich würde sagen, Jonas, fang du mal an.

Jonas:
Die Geschichte hat nicht wehgetan, hat auch nicht richtig begeistert. Ich gebe mal 13 Punkte.

Dela:
Ich würde mich bei 12 Punkten annähern. Sie hat wirklich nicht wehgetan, sie hat Spaß gemacht.
Es ist aber auch wirklich überhaupt nichts Besonderes.
Aber sie hat ein paar schöne Elemente und ich mag den Priester.
Flo?

Flo:
Ja, paar nette Elemente, aber ich fand sie eigentlich sehr langweilig. Also mehr als zehn Punkte kann ich hier nicht geben.

Dela:
Okay. Und, Hendrian?

Hendrian:
Das sehe ich sehr ähnlich wie der Flo. Zehn Punkte.

Dela:
Okay. Wunderbar.

Flo:
So, kurz zum Nachreichen.
Es gibt drei Teile des Hörbuchs und einer heißt In der Klemme und andere Geschichten. Das ist also alles vorhanden.

Hendrian:
Aha, du meinst, Lesekompetenz ist bei mir nicht so ausgeprägt?

Flo:
Das will ich nicht behaupten, aber ja.

Jonas:
Hörkompetenz!

Dela:
Okay, dann würde ich sagen, gehen wir jetzt in die zweite Geschichte. Ayanna.

00:20:49 Ayanna

Flo:
Genau. Ayanna im Original "Ayanna" ist eine Geschichte, die ursprünglich in The Paris Review im Herbst 2007 erschienen ist.
Und King hat die Existenz dieser Geschichte erstmals bei der Verleihung der Lifetime Achievement Awards in Kanada im Juni 2007 bestätigt. Etwas später ist sie halt rausgekommen und dann in Sunset gelandet.
Ja, auch hier gibt es schon nicht mehr viel darüber zu erzählen sonst.

Dela:
Okay, Jonas, hast du für uns eine Inhaltszusammenfassung?

Jonas:
Die habe ich. Gentries Vater liegt im Sterben, als plötzlich eine Frau und ein Mädchen auftauchen. Das Mädchen namens Ayanna küsst den Vater und berührt ihm vorbeigehend Gentry. Dann verschwinden
die beiden wieder. Gentries Vater erholt sich und sein Krebs ist verschwunden. Dafür taucht in Gentries Leben immer mal wieder ein Mann auf, der Gentry auf Touren mitnimmt, in denen er wiederum Menschen durch Küsse heilt. Und ja, das war's auch wieder.

Dela:
Okay. Auch hier wieder zuerst der Kommentar von King selbst.
"Für Autoren, die sich dem Fantastischen verschrieben haben, ist, wie in diesen Anmerkungen bereits erwähnt, das Leben nach dem Tod ein recht fruchtbares Thema.
Und natürlich ist auch Gott in all seinen vermeintlichen Gestalten ein Thema, für das fantastische Geschichten gemacht sind.
Wenn wir uns Fragen über Gott stellen, findet sich ganz oben auf der Liste immer die, warum manche Menschen überleben und andere sterben, warum es anderen Menschen gut geht und anderen nicht.
Ich stellte mir selbst diese Frage, als ich 1999 an den Verletzungen eines Autounfalls zu leiden hatte.
Es war nur eine Frage von wenigen Zentimetern und ich hätte den Tod gefunden. Andererseits war es aber auch nur eine Frage von wenigen Zentimetern und ich hätte den Unfall völlig unbeschadet überstanden.
Wenn jemand überlebt, so sprechen wir von einem Wunder. Stirbt er allerdings, dann sagen wir, es war Gottes Wille.
Wunder sind rational nicht zu erklären, ebenso wenig wie der Wille Gottes zu versteht ist. Gott, der, falls es ihn tatsächlich gibt, uns vielleicht so viel Interesse entgegenbringt, wie ich momentan den Mikroben auf meiner Haut.
Aber Wunder geschehen scheint mir. Jeder Atemzug ist ein neues Wunder. Die Wirklichkeit ist dünn, aber nicht immer finster.
Ich möchte nicht über Antworten schreiben, sondern über Fragen. Und leise andeuten, dass Wunder nicht nur ein Segen sind, sondern auch eine Last sein können.
Vielleicht ist das alles ein ausgemachter Blödsinn, trotzdem mag ich die Geschichte.
Ja, wie fandet ihr die Geschichte denn?

Jonas:
Sehr seltsam. Mir hat Hintergrund gefehlt.

Flo:
Ja, ich muss mich hier aufholen. Hat mich nicht so ganz überzeugt.
Es passieren einfach Dinge, es wird nichts erklärt. Und das ist ein bisschen komisch.

Dela:
Naja, aber ist das nicht der Witz an Wunder, dass sie eben nicht erklärt werden können?

Flo:
Nein.

Hendrian:
Ja, es fehlte einen Hintergrund, aber ich fühlte mich gut unterhalten.

Dela:
Für mich war die Geschichte tatsächlich schwierig. Die hatten ein paar schöne Sachen und schöne Ideen, aber im Großen und Ganzen bin ich nicht warm geworden damit irgendwie.
Das ist halt auch wieder so eine Geschichte, die in erster Linie in den USA funktioniert. Weil ein großer Teil dieser Geschichte ist, wie sie sich halt die Pflege und die Arbeitszeitausfälle usw., die für den Vater drauf geht, nicht leisten können.
Und das natürlich das Spannungsfeld erstmal überhaupt schafft. Also das Problem ist nicht, dass der Vater stirbt. Das Problem ist, dass sie ihn nicht dabei begleiten können.
Und dann taucht halt plötzlich diese Frau und dieses kleine Mädchen auf, die auch alle sehen, also das sind keine Geister im eigentlichen Sinne.
Und die küssen Papa gesund und plötzlich ist der innerhalb von ganz kurzer Zeit wieder völlig hergestellt.
Spaß gehabt habe ich tatsächlich an der Beschreibung vom Vater. Wie das halt dieser riesengroße bärige Kerl ist, der eigentlich absolut uneingeschränkt kompetent ist und so weiter und auch anderen Leuten Angst macht.
Der hat mir eigentlich sehr gut gefallen.

Flo:
Ich bin keiner der Figuren so richtig warm geworden, muss ich da leider sagen.
Ich hab schon wieder vergessen, wie die Hauptfigur heißt. Gentry.
Genau. Der und seine ganze Familie, das ist einfach, an mir vorbei gelaufen, diese Erzählung.
Und wir haben eben gesagt, bei der anderen Geschichte, auch wenn da nicht viel dahinter war, der hat in ein paar Sätzen Charaktere geschaffen. Das hat hier für mich jetzt gar nicht funktioniert.

Hendrian:
Stimmt, weil aber auch hier nicht die Charaktere im Vordergrund standen, sondern das Wunder.

Dela:
Bin ich bei dir, Hendrian- Ich würde dir aber insofern widersprechen, für mich hat das funktioniert nicht für die Hauptcharaktere, sondern für den Vater, wie gesagt, und die Frau. Mein Gott, ging mir die Ehefrau auf den Sack.
Also es gibt dann so eine Szene, "wir fahren nicht zurück, egal wie schlecht es ihm geht, Sagt gut halb hysterisch, sagt ihr das", als die Krankenschwester anruft, um mitzuteilen, dass der Vater wieder gesund wird.
Aber mein Gott, ging die Ziege mir auf den Keks.
Also wenn die mich nervt auf dreieinhalb Sätzen, dann ist das kein schlechter Charakter.

Jonas:
Dich nerven viele Leute sehr schnell. Um ehrlich zu sein.

Dela:
Das ist wahr und vor allem geht es mir sehr oft mit Ehefrauen so. Das ist tatsächlich ein Naturgesetz meines Leben. Aber das ist ein anderes Problem.
Ja, aber ich fand die Charaktere haben halbwegs gut funktioniert für mich.

Jonas:
Ja also mich hat die auch genervt.

Dela:
Schön fand ich auch tatsächlich die Darstellung, weil Wunder darf es ja nicht geben,
als dann diese Heilung stattgefunden hat, wie die Ärzte sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben, von wegen, "du bist ein Arschloch, du hast den nicht richtig diagnostiziert, ich hab natürlich damit überhaupt nichts zu tun."

Hendrian:
Genau. "Wir machen hier nur Bilder"

Dela:
Das hat mir Spaß gemacht.
Da hätte ich zu den Ärzten auch noch ein Zitat. "Zanachowski bedachte mich mit dem rätselhaften Lächeln, dass sich Ärzte für ahnungslose Klempner, Hausfrauen und Englischlehrer aufheben.
Dann sagte er, er müsse sich beeilen, er habe noch einen Termin."
Auf die Frage "wäre er daran auch gestorben", an dieser Alternativkrankheit, die der Arzt vorgeschlagen hat.
Und ja, ich kenne diesen Blick. Ja.
Naja, und dann müssen wir über die Mechanik dieses Wunders reden. Und die hat für mich tatsächlich versagt. Und gerade dafür, dass Hendrian gerade sagte, die ist eigentlich das Schwerpunkt, war das für mich dünn.

Flo:
Da nehme ich jetzt auch mal wieder mein Zitat vorweg. Die medizinische Definition von Wunder nennt sich Fehldiagnose.

Dela:
Ja, das meinte ich aber nicht, da wollte ich jetzt gerade nicht hin. Also ja, gerne, aber für mich die Mechanik dieses Wundes ist dieses Weitergeben der Heilung.
Und das muss ich sagen, mit diesem Marine, der dann plötzlich da auftaucht und ihn mitnimmt, das war mir zu dünn, das hat für mich nicht funktioniert.

Jonas:
Ja, das meinte ich mit, es fehlt ein Hintergrund. Man weiß nicht genau, wie das Ganze funktioniert, von welcher Stelle jetzt dieser Marine kommt und die andere Frau. Ja, nee, das geht nicht.

Hendrian:
Ja, an den Begleitern habe ich mich überhaupt nicht gestört. Ich fand sehr schön die Beschreibung
der ersten Durchführung des Wunders, weil zumindest gefühlt war das Einzige, was der Opa dann noch sagen konnte "ich will noch einen Kuss" und ich hätte es wirklich großartig
gefunden wenn das der einzige Satz gewesen wäre den er ab dann noch hätte sagen können.
Ich fand das sehr sehr gut gemacht eigentlich. Danach die weiteren Wunder die der Erzähler durchführen muss, ja da gebe ich euch recht das war ein bisschen, das war ein bisschen Quatsch.

Dela:
Die Szene mit dem kleinen Mädchen, das bei Opa plötzlich unter der Tür steht, ist euch da dieser ganz dezente Rassismus-Kritikhinweis aufgefallen?

Hendrian:
Ich glaube schon.

Dela:
Wie plötzlich dieses Kind, das ja auch erst mal relativ ärmlich aussieht und so weiter, kommt dort rein: Klar, natürlich ist man erst mal verunsichert, wenn da Menschen stehen mitten in deiner Wohnung und du weißt nicht, wo die herkommen.
Aber sie werden ja beschrieben als, sie sind Persons of Color, die beiden. Oder zumindest das Mädchen, ich weiß gar nicht, ob die Begleiterin das auch ist, das ist mir jetzt entgangen.
Aber auf jeden Fall dieses Element Persons of Color ist da drin.
Und gleich im nächsten Satz kommt der Punkt, wir begleiten die dann raus, nachdem sie ja lieb zu Papa war oder zu Opa war.
Und der Bruder hat nichts anderes zu tun, als darauf zu achten, dass die auch ja nichts klauen.
Das fand ich, ob diese Reaktion auch gewesen wäre, wenn das ne andere Ethnie gewesen wäre? Das fand ich einen ganz lustigen kleinen Nadelstich, der da drin war.

Jonas:
Mhm. Das stimmt. Obwohl ehrlich gesagt, ich glaube, ich würde bei Menschen, die plötzlich in meiner Wohnung auftauchen, auch sehr genau gucken, was die da machen und ob sie nicht doch was mitnehmen.

Dela:
Ja, aber das würde ich machen, während sie auftauchen. Ich glaube tatsächlich, wenn ich da sehe, okay, die wollte jetzt aus irgendeinem Grund meinem Opa einen Knutsch geben, ich verstehe es nicht, aber okay...

Jonas:
Dann vielleicht erst recht.

Dela:
Ja, das sind wir vielleicht anders.

Jonas:
Was ist denn nicht eine bessere Ablenkung als sowas?

Dela:
Ja, das ist ein valider Punkt, das stimmt.
Aber auf jeden Fall die Szenen fand ich ganz nett. Und ich muss sagen, dass diese Kurzgeschichte hat es auf den wenigen Seiten, die sie hat, geschafft, mich tatsächlich erstmal auf eine falsche Fährte zu rücken.
Denn sie gibt ja dann auch, also sie berührt ja dann den Sohn.
Und er hat kurz danach Nierensteine. Und die erste Reaktion seiner Frau ist, "aber ich bin mir sicher, dass sie in diesem Augenblick glaubte, der Krebs, der meinen Vater verlassen hatte, sei auf mich übergesprungen."
Und ja, ich war genau auf derselben Spur, ich hab das auch gedacht.
Aber nein, stattdessen springt die Heilfähigkeit auf ihn über.

Jonas:
Ich dachte es auch kurz, dann ist mir eingefallen, er berichtet von einer Sache, die echt lange her ist und ist im Rentenalter.
Also war es vermutlich nicht dieser unheilbare Bauchspeicheldrüsenkrebs oder was das war.

Dela:
Aber das fand ich eigentlich ganz nett, dass wir erstmal alle denken, Okay eine Krankheit weiterzugeben ist in einem King scenario realistischer als ein Wunder und eine Fähigkeit weiterzugeben. Ich weiß nicht ob das für unseren Zynismus spricht aber das hat mich tatsächlich erst mal kalt erwischt.

Hendrian:
Vielleicht ist er einfach weich geworden.

Jonas:
Er schreibt halt Horrorgeschichten. Da passt das mit dem Krankheit weitergeben besser ins Setting.

Hendrian:
Aber zu diesem Thema Weitergabe von Krankheit oder Heilung, was ich ein bisschen verwirrend fand, es geht ja quasi darum, dass Mädchen berührt den Erzähler und damit kann er auch oder soll er auch dieses Heilungswunder weitergeben können.
Ach nee, mir fällt gerade auf, dass ich mich total verdacht habe. Alles gut. Bitte schneiden, bitte schneiden.

Dela:
Naja, die Frage ist halt, warum er das erbt und nicht der Vater, den sie geheilt hat.

Hendrian:
Naja, der Punkt, über den ich gestolpert bin, ist, warum dann das Mädchen gestorben ist, wenn das doch auch dieses Heilungswunder erfahren haben muss, damit es weitergehen kann.
Und ich bin mir noch nicht sicher, ob das ein kluger Gedanke war.

Dela:
Also ich hab das so verstanden, weil wir haben den Marine, der unseren Erzähler begleitet.
Er lädt ihn ja zum Weihnachtsessen ein und der reagiert ein bisschen eigenartig. Er reagiert ja so, "ne ich komm nicht, erstens bin ich eh Atheist, zweitens hab ich eh was besseres zu tun."
Das hat sich aber in Kombination damit, dass das Mädel tot ist, für mich so gelesen, dass wenn diese Begleitcharaktere mit ihrer Arbeit durch sind und vielleicht auch die Heiler, wenn die Heiler ihre Arbeit getan haben, dass dann ganz normal ihre Uhr abläuft.
Vielleicht war das Mädchen geheilt von ihrer Sache, die sie da hatte, aber dadurch wird sie nicht per se unsterblich oder von allem gefeit.

Hendrian;
Ja, und ich hatte es so verstanden, als wäre das Mädchen dann an ihrer ursprünglichen Krankheit gestorben. Aber vielleicht habe ich da zu viel reininterpretiert.

Dela:
Ich würde es auch so sehen.

Jonas:
Ich denke, das hast du, weil ansonsten hätte der Vater ja Heilfähigkeit bekommen müssen und nicht Gentry.

Dela:
Richtig.

Hendrian:
Vielleicht hat er die ja auch, aber der Marine sagt ja auch, manche kommen halt nicht mit, um das Wunder auszuüben.

Dela:
Und da müssen wir auch nochmal drüber reden, weil das ist eine Mechanik, die ich nicht verstanden habe. Unser Erzähler hat ja das Gefühl, wer die Heilung nicht weitergibt, stirbt wahrscheinlich. Das wird so fast als Drohung, also er behauptet, als er das erste Mal in diesem Wartezimmer abgeholt wird, hat er das Gefühl, er muss da jetzt unbedingt mit, weil sonst ist es dann halt wirklich Krebs.
So habe ich diesen Satz verstanden für mich.
Und ich habe das auch so verstanden, als suchen die sich schon für diese Heilfähigkeit denjenigen aus, der am besten geeignet ist.
Und klar, wenn du jetzt, sagen wir mal, stimmen wir mal, Du hast jetzt ein Kind, das schwer krank ist, du heilst das, und dieses Kind hat aber eine grundlegende Erkrankung, zum Beispiel Rollstuhl angewiesen oder irgendwas.
Das ist natürlich für dieses Kind viel schwieriger, diese Heilfähigkeit auszuüben. Genauso wie es für einen alten Mann, auch wenn der gesund ist, viel schwieriger ist, so eine Tätigkeit auszuüben.

Hendrian:
Ja klar, der muss sich ja runterbücken zu den Leuten.

Dela:
Zum Beispiel. Und ich kann mir halt vorstellen, dass diese Begleiterfiguren sich aussuchen können, an wem sie diese Gabe geben. Sie müssen sie nur an irgendjemanden weitergeben. An wem sie das machen, ist glaube ich zweitrangig.
Ideen? Meinungen?

Jonas:
Na, nee, das kommt mir alles nicht richtig logisch vor, weil wir haben bisher keinen wirklichen Hinweis da drauf, dass eine Person, die geheilt wurde, auch diese Fähigkeit bekommt.
Die haben wir einfach nicht.

Dela:
Ja eben, deswegen meine ich, die können sich das aussuchen, wem sie das geben. Ob sie das einem zufällig Angehörigen geben oder eben der Person, die geheilt wird.

Jonas:
Nee, ich glaube, es hat irgendwas mit der Berührung des Kindes zu tun, dass sie Gentry berührt hat, aber nicht geheilt.

Dela:
Ach so.

Jonas:
Das hat was damit zu tun.

Dela:
Okay, kann ich akzeptieren. Ja, macht Sinn.
Die Frage für mich, die sich jetzt stellt an diese Mechanik, stimmt ihr mir denn generell zu, dass wer die Heilung nicht weiter gibt, stirbt wahrscheinlich?

Alle:
Nein. Nein. Nein, nö.

Dela:
Okay, dann hab nur ich diese Drohung gelesen. Weil für mich ist dann nämlich die Frage, wenn wir in diesem Szenario bleiben, was passiert denn, wenn man es wirklich versucht, aber aufgehalten wird?
Weil wir kommen ja in diese Situation, dass er fast aus diesem Unfallwagen rausgezogen wird, bevor er das Ende bringen kann.
Ist dann quasi das, was dich rettet, der Versuch, dass du wirklich den Willen gezeigt hast, dem Typ zu helfen?
Oder ist das was da relevant ist der Erfolg?

Jonas:
Ich glaube, es hat keine Auswirkungen, außer dass der Kerl halt nicht geheilt wird.

Hendrian:
Darauf hätte ich auch getippt. Oder der Begleiter führten Evaluationsbogen.

Dela:
Na gut, dann hab vielleicht nur ich diese Drohung gelesen.

Jonas:
Aber wenn es ja so eine irgendwie geartete Mechanik dahinter gibt, ist es dann noch ein Wunder oder einfach nur eine Art...

Dela:
....Schneeballsystem?

Jonas:
...Heilung, die wir nicht verstehen, wie sie funktioniert?

Hendrian:
Aber damit ist es doch per se ein Wunder, wenn du was nicht verstehst und nicht erklären kannst, aber es trotzdem total cool ist.

Jonas:
Nee, ich verstehe Astrophysik auch nicht und das ist voll cool, wie die Planeten da rumfliegen.

Hendrian:
Das ist ja auch ein Wunder.

Jonas:
Achso.

Flo:
Wunder hat für mich auch so immer so einen religiösen Touch mit It's Science.

Dela:
Und den habe ich eben hier gar nicht gelesen, den religiösen Touch.

Flo:
Ich auch nicht.

Hendrian:
Naja, jetzt könnte man wieder mit Symbolik um sich werfen. So mit Bruderkuss oder Kuss oder so. Da geht bestimmt was.
Ich hab mir nichts überlegt, aber...

Dela:
Bevor ich in die Symbolik gehe, eine Sache, die mir noch aufgefallen ist, die mir sehr gut gefallen hat, und das war die Beschreibung dieses Krebsleidens.
Und diese Tatsache, dass der Geruch nach krank beschrieben wird. Das ist tatsächlich ein Ding, das kenne ich, das kenne ich von mir selber, das kenne ich auch von anderen Menschen.
Und das war tatsächlich sehr eindrücklich. auch auf diesen wenigen Sätzen, die es hatte dafür.

Hendrian:
Absolut.

Dela:
Gut, habt ihr noch Inhaltsergänzungen oder wollen wir in die Symbolik gehen?

Jonas:
Ich habe nichts mehr zum Inhalt.

Dela:
Flo?

Flo:
Ne, ich hab auch nichts mehr.

Dela:
Okay, dann geh ich in die Symbolik.
Denn, ähm, Hendrian, wie du sagtest, dieser Bruderkuss beziehungsweise all diese Sachen, ich glaube, das hat im King-Kontext hier eine ganz andere Verknüpfung.
Es gibt nämlich ein berühmtes Bild, das den Pulitzer Preis gewonnen hat, das tituliert es mit der Kuss des Lebens.
Und da geht es um zwei Menschen, die, naja, hier so Wartungsgruppe von Stromleitungen und so weiter sind.
Und der eine Typ hat halt an eine unisolierte Leitung gefasst und hat gewaltig eine gewischt gekriegt und war dann eben mit Herzstillstand und so weiter und wurde von seiner Kollegin oder seinem Kollegen, ich bin mir gerade nicht sicher, auf dem Strommast aktiv wiederbelebt, mit Mund-Zum und Beatmung. Und das ist dieses Bild und ich nehme an, wenn das ein Pulitzerpreis gewonnen hat, ist das wahrscheinlich in der amerikanischen Geisteskultur tatsächlich präsent und ich kann mir vorstellen dass King das Bild kennt und diese Geschichte darunter und das würde natürlich in diesem medizinischen Kontext voll viel Sinn machen.

Flo:
Kann gut sein also mir sagt das Bild jetzt nichts.

Hendrian:
Ich musste es auch grad googeln aber krasses Bild, ja.

Dela:
Ich werde das natürlich verlinken wenn es dann so
weit ist.
Und das zweite was mir an Symbolik noch aufgefallen ist, er bezeichnet seine Frau zu irgendeinem Zeitpunkt als ungläubige Thomasine.
Ich fand dieses Begriff sehr lustig. Thomas ist der, der nicht glauben wollte, dass Jesus wieder auferstanden ist, aber ich fand das eine sehr hübsche, nette Umschreibung. Ja.
Sonst noch Ergänzungen zur Symbolik?

Flo:
Ne.

Dela:
Dann habt ihr Zitate?

Jonas:
Ich habe eins.

Dela:
Ja, ich hab so einen Verdacht, welches es sein könnte.

Jonas:
Ja, das glaub ich auch.
"Bier ist nämlich ein Wunder an sich."

Dela:
Genau, damit hast du mir meins auch gleich gestrichen, aber das war mir fast klar, dass du das nimmst.

Jonas:
Dafür darfst du den nächsten mir meins klauen.

Dela:
Okay. Flo?

Flo:
Meins hatte ich schon.

Dela:
Okay. Und Hendrian?

Hendrian:
Ich denke nie dran, Zitate aufzuschreiben, wenn ich lese.

Dela:
Okay.
Dann, Querverbindungen. Da habe ich zwei. Einmal ist eine Verbindung meiner Meinung nach da, durch diese Erwähnung der Schulverwaltungsbezirke.
Es ist zwar nicht derselbe Bezirk, aber weil wir die letzte Geschichte, also diese "Stumm" auch schon im Schulverwaltungsbezirk relevant hatten, würde ich da eine Verknüpfung zu dieser letzten Geschichte ziehen.
Und wir haben natürlich Krebsgeschichten oder Beschreibungen von Leiden. Zum Beispiel "die Frau im Zimmer". Das ist auch eine Kurzgeschichte, ich weiß gar nicht mehr an welchem...

Flo:
In Nachtschicht, im ersten.

Dela:
Genau. Und Beschreibungen von Krankheit und Leiden haben wir aber natürlich ganz extrem, Beispiel auch bei Friedhof der Kuscheltiere mit dieser kranken Schwester.
Und darüber über Eck vielleicht auch noch diese Erkrankung bei Love, wenn man ganz weit das fassen will. Sonst noch Ideen?

Flo:
Nein sonst habe ich auch nichts.

Dela:
Gut.

Flo:
Ja hier gibt es auch die obligatorischen deutschen und englischen Bücher und es war 2014 von Universal mal eine Fernsehverfilmung angedacht, die kam aber dann letztendlich doch nicht zustande.

Dela:
Okay.
Ergänzungen, hab ich irgendwas vergessen? Ne, ne? Wir müssten alles haben.

Flo:
Nö.

Dela:
Dann bitte ich euch um eure Bewertung und Flo... Ne, mit dir hab ich vorhin schon angefangen. Hendrian, dann fang du mal an.

Hendrian:
Äh, wenn ich eben 10 gegeben hab, dann möchte ich jetzt ein bisschen höher gehen, weil es mir ein bisschen besser gefallen hat und würde mal sagen 12.

Dela:
Okay. Äh, Jonas?

Jonas:
Äh, ich geh deutlich runter und lande bei 10.

Dela:
Okay, Flo?

Flo:
Ja, ich gehe auch etwas runter und lande bei 8.

Dela:
Ich gehe im Vergleich zur letzten Geschichte auch runter und würde dann bei 9 Punkten rauskommen. Weil, wie gesagt, es ist nett, es hat hübsche Ideen, aber im Großen und Ganzen ist es einfach echt egal.

00:43:05 In der Klemme

Dela:
Gut, dann sind wir damit auch durch und wir gehen zur dritten Geschichte und letzten für heute. "In der Klemme", Flo, dein Einsatz.

Flo:
Ach, so eine Kackgeschichte. "In der Klemme" im Original "A Very Tight Place" ist eine Geschichte, die ursprünglich in dem Magazin McSweeney's Quarterly Concern Nummer 27 erschienen ist, auch im Jahr 2008, also im selben Jahr, in dem die Sammlung erschienen ist. Und ja, Auf die Idee zu dieser Geschichte kam King nach dem Besuch eines mobilen Toilettenhäuschens.
Warum, darüber reden wir gleich.
King hat im Jahr 2007 eine Kurzgeschichtensammlung herausgegeben oder also das ist eine Sammlung, die jedes Jahr scheinbar von verschiedenen Autoren oder Kuratoren herausgegeben wird,
American Short Stories. Und während er für diese Sammlung ein Interview gegeben hat, hat er erstmals,
diese Geschichte in der Zeitung USA Today erwähnt. Und er beschreibt sie als eine seiner ekligsten Geschichten. Und ob das stimmt, werden wir jetzt gleich besprechen. Jonas?

Jonas:
Ein Streit zwischen den Millionären und Nachbarn Curtis Johnson und Tim Grunwald eskaliert. und Grunwald sperrt Curtis auf dem Gelände einer Bauruine in einem Dixie-Klo ein, schmeißt es um und lässt ihn zum Sterben zurück, unter anderem deshalb, weil er Curtis für eine "schwule Hexe" hält und ihn für seine privaten beruflichen Misserfolge und seinen Krebs verantwortlich macht.
Curtis kann sich allerdings sehr umständlich befreien, stellt Grundwald zur Rede und der erschießt sich am nächsten Tag.

Dela:
Ok, vielen Dank für die Zusammenfassung. Wie immer würde ich jetzt mit Kings Kommentar zu der Geschichte anfangen.
"Jeder hat schon mal einem dieser Klohäuschen am Straßenrand einen Besuch abgestattet. Und sei es auch nur auf einem Autobahnrestplatz, wo die zuständige Behörde zusätzliche Toiletten aufstellen lässt,
wenn sie sich hier im Sommer auf einen Haufen ganze Reisebusse mit Touristen entleeren.
Während ich das Schreiben schmunzle, ist weil der so schön fäkalisch klingt.
Hach, es lässt sich doch nichts mit dem großartigen Gefühl vergleichen, wenn man an einem heißen Augustnachmittag eine dieser kleinen dunklen Kabinen betritt, oder?
Wohlig warm ist es da drin und der Geruch ist geradezu himmlisch. Ehrlich gesagt habe ich noch nie ein solches Häuschen benutzt, ohne an Poes Erzählung das vorzeitige Begräbnis zu denken, und mich zu fragen, was mit mir geschehen würde, wenn das Scheißhaus umkippte und auf der Tür landete. Besonders dann, wenn niemand in der Nähe war, der mir raushelfen könnte. Schließlich habe ich die Geschichte darüber geschrieben, aus dem selben Grund, werte Leser und Leserinnen, aus dem ich so viele andere unerfreuliche Geschichten geschrieben habe, um anderen zu vermitteln, was mir Angst macht.
Und ich möchte nicht schließen, ohne zu verraten, was für ein kindliches Vergnügen das war. Ich habe mich selbst von dem geekelt, was ich da schrieb.
Naja, ein bisschen.

Flo:
Ja...
King scheint die Geschichte ja zu gefallen.
Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll, muss ich ganz ehrlich sagen.

Dela:
King gefallen auch die Filme.

Flo:
Stimmt auch wieder. Er hat einen komischen Geschmack.
Also ich möchte jetzt nicht sagen, dass die Geschichte schlecht ist.
Sie erinnert mich an diese Kotzgeschichte aus Die Leiche. War das Die Leiche?

Dela:
Ja. Na, Die Leiche ist ne Kurzgeschichte.

Flo:
Nein, da ist ne Kotzgeschichte.

Dela:
Ach so, ja, ja, ja.

Flo:
Also daran erinnert es mich, es ist irgendwie...
Es ist ganz lustig und es ist ein bisschen eklig und es ist eigentlich eines Kings nicht würdig.

Dela:
Weiß ich nicht. Soweit würde ich nicht gehen.
Ich glaube ihm, dass er Spaß daran hatte, die zu schreiben.
So weit sind wir uns, glaube ich, einig. Man merkt ihm an, dass er Spaß hatte, die Geschichte zu schreiben. Nur gut wird sie dadurch nicht.

Flo:
Nein, er hat ja auch wieder ein klassisches Horrorthema, dieses lebendig begraben sein, nur dass das Grab halt hier, naja, ein bisschen merkwürdig ist.
Er hat viel Humor in der Geschichte, also eigentlich ungewöhnlich viel für ihn.
Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob das für mich funktioniert.

Dela:
Ich bin mir für mich nicht sicher, ob der Humor bei mir angekommen ist.

Flo:
Ja, allein die Situation schon.

Dela:
Das ist nicht mein Art Humor.

Flo:
Ja, genau das meine ich eigentlich damit.

Jonas:
Es ist halt einfach Fäkalhumor. Ohne irgendwelches Feingefühl.

Flo:
Damit könnte ich erleben, aber es ist nicht mal lustiger Fäkalhumor.

Jonas:
Ja, nein, das ist halt für Leute, die einfach das Reden über Fäkalien lustig finden.

Dela:
Ja, aber dafür fehlen mir die Witze über Hundekacke. Also wenn du da gerne eine Parallele aufmachen willst, gut, jetzt denke ich wieder im Symbolikrahmen, aber...
Er hat ja, und das ist ja ein großer Streitpunkt zwischen diesen Nachbarn, er hat ja diesen Hund, der in den Elektrozaun des Nachbarn gelaufen ist und gestorben ist.
Wenn wir da konstruiert hätten, der Hund hat die ganze Zeit in seinen Garten geschissen und deswegen hat er diesen Zaun aufgestellt und so weiter und deswegen bestraft er ihn, indem er ihn in Kacke einsperrt.
Das hätte ich witzig gefunden. Das hätte für mich funktioniert. Aber das haben wir nicht. Das ist eine verpasste Chance.

Jonas:
Ja, ich sage auch nicht, dass das lustig ist. Ich sage nur, das ist eine Art von Humor. Ich kann verstehen, dass es Leute gibt, die das lustig finden.
Aber mir ist es zu wenig subtil. Und zu wenig lustig.

Hendrian:
Ich fand eigentlich gar nicht mal den Fäkalhumor daran so witzig, sondern die Absurdität.
Zum einen die Absurdität des Grundsettings, dass du zwei unfassbar reiche Menschen hast, die nebeneinander wohnen und sich einfach bis aufs Blut nicht leiden können.
Dann aber sich das Leben auf eine so primitive Art und Weise zur Hölle machen oder beenden wollen, je nachdem.
Dann diese homophoben Anfeindungen des einen Nachbarn fand ich so unglaublich absurd, dass es fast schon wieder ein humoresques, humoristisches Element für mich war.

Dela:
Ich bin bei dir, da bin ich aber glaube ich durch die letzten Jahre Realität sehr verstört?

Hendrian:
Jaja, das durchaus.

Dela:
Also ich glaube in den 80er Jahren, mit einem Wissenstand der 80er Jahre, hätte ich diese Situation auch absurd gefunden.
Mittlerweile mit all den Bekloppten, die öffentlich draußen rumlaufen und öffentlich ihre Meinung äußern, bin ich hundertprozentig überzeugt, dass das ein Ding ist im Mindset von Menschen.

Hendrian:
Da geb ich dir recht.

Dela:
Und deswegen verliert es für mich die Absurdität. Und das zweite ist, das zweite Level der Absurdität mit diesem, ich kippe mit diesem Scheißhaus um.
Das ist halt für mich, also jetzt nicht unbedingt mit dem Scheißhaus, aber das ist für mich halt eine Lebensrealität. Weil ich zum Beispiel in mein Lebtag Angst hatte, dass mein Kleiderschrank auf mich drauf fällt und ich dann da drunter begraben bin.
Das ist also tatsächlich für mich eine seriöse Angst und dadurch nicht mehr witzig.
Aber die Streitpunkte selbst, die fand ich ja ganz amüsant, dass eben diese zwei total reichen Menschen sich die ganze Zeit ankeksen. Um nichts im Prinzip.
Cool fand ich aber tatsächlich den alten Nachbarn, dem dieses Grundstück ursprünglich mal gehört hat, der sie beide behumst.
Das fand ich ganz nett. Das hat mir Spaß gemacht.

Hendrian:
Und ich weiß, ich greife jetzt ein bisschen vor, aber diesen mit der Brechstange irgendwie zurechtgezimmerten Geburtsvorgang am Ende fand ich sehr, sehr gut.

Flo:
Ja, ich weiß nicht, ob gut das richtige Wort ist.

Hendrian:
Ja, du weißt, wie ich das meine.
Nicht gut im Sinne von wow, ein Shakespeare, aber...
Witzig in seiner Absurdität.

Dela:
Ja, da bin ich bei dir.

Jonas:
Ja.
Ich fand eigentlich sehr schön, wie er einfach den nicht angeschlossenen Föhn in die Badewanne wirft.

Dela:
Ja, das stimmt. Und vor allem auch, wie er sich quasi so vollgeschissen wie er ist, zu dem Typ mit in die Badewanne setzt. Weil damit verbindest du natürlich alles.
Du verbindest damit diese ganze Fäkalebene, du verbindest damit die ganze Homophobie, die da mitschwingt in dieser ganzen Situation. Das fand ich großartig. Das hat mir richtig viel Spaß gemacht.
Das hat mir echt gut gefallen. Und vor allem, dass er den Typen auch wirklich nicht umbringt, sondern wartet, bis sich das Problem von selber löst.
Ja. Das mochte ich sehr.

Hendrian:
Ich hätte das unglaublich gerne als die ersten zehn Minuten eines Films gesehen.

Dela:
Ja, stimmt. Könnte ich mir vorstellen.

Hendrian:
Also die ganze Geschichte.

Dela:
Die ganze Homophobie-Ebene, die hat es für mich unglaublich schwer gemacht zu lesen. Das war für mich, diese ganze Beschimpfung und so weiter, das war für mich ekliger und schwieriger zu lesen und schwieriger auszuhalten als diese ganze Fäkal-Ebene.
Ich weiß nicht, wie es euch damit ging, aber die hat mich diesmal echt gestört. Ich meine, es ist gut, dass sie drin ist, aber...

Hendrian:
Für mich waren das die einzigen Passagen, die mir den, wie heißt er, Grunwald wirklich auch als unsympathisch haben darstellen lassen.

Dela:
Ja, weil der andere ist halt nicht viel besser, aber er ist wenigstens kein homophobes Arschloch.

Hendrian:
Richtig. Dass der Hund drauf geht, ja mein Gott. Das issn Unfall. Aber genau diese homophoben Ausfälle.

Dela:
Habt ihr auch erst gedacht, dass der Hund die Frau wäre?

Hendrian:
Absolut.

Jonas:
Ich glaube, das ist auch extra so geschrieben.

Dela:
Ja, auf jeden Fall, das ist so gewollt, 100%ig. Ganz nett fand ich tatsächlich, dass er hier, unser Erzähler, seinen Lebenswillen wiederfindet.
Er ist ja mehr oder weniger so in so einer neurotischen Episode, hat immer mehr seine Marotten. Und ja, das fand ich ganz putzig. Das hätte ich nicht gebraucht, aber das fand ich putzig.
Was ich auch fantastisch fand, war dieser kurze Satz zur Darstellung von Altern. Denn da fällt der Kommentar, "er jedenfalls wusste, dass er, wenn er einen kurzen Stich in der Brust verspürte, nicht mehr Magenverstimmung, sondern Herzanfall dachte."
Das finde ich eine perfekte Zusammenfassung des ganzen Alterproblems.

Jonas:
Ja, klingt ein bisschen so.

Flo:
Kenne ich.

Dela:
So, und jetzt möchte ich gerade eine Verschwörungstheorie aufmachen.
Das ist eine Turm-Geschichte. Discuss.

Flo:
Nein, Dela, das ist kein Turm, das ist ein Klohäuschen.

Jonas:
Ein kleiner Turm. Und er fällt.

Dela:
Wisst ihr denn, wie ich auf diese Verschwörungstheorie komme?

Jonas:
Nein.

Flo:
Weil die Kacke düngt und dann wachsen die Rosen besser.

Dela:
Schöner Punkt, aber nein. Das ganze Element, weshalb dieser Nachbarschaftsstreit überhaupt ausbricht, ist ja der Gulf Boulevard auf Turtle Island.

Hendrian:
Ach Gott, ach Gott, ach Gott.

Dela:
Der Streitpunkt ist der, dass der eine Nachbar darauf ein Gebäude bauen will, oder das halt erschließen will, baulich, und der andere will das mit aller Gewalt verhindern.
Das ist eins zu eins dieselbe Konstellation, wie wir sie im Turm haben.

Hendrian:
Das heißt, ich hätte mir 1500 Seiten Turm sparen können und einfach nur diese Geschichte lesen?
Das sagst du mir jetzt?

Dela:
Und das zweite ist, für mich hat das auch sehr viele durch den Turm Anlehnungen an Schlaflos.
Weil da haben wir dasselbe Problem. Der Typ, der dann den Zeichner aus dem Turm töten soll als Baby, wird ja aktiv vom Scharlachroten König wahnsinnig gemacht und kriegt halt auch so halbreligiöse Eingebungen,
Von wegen, da geht es ja um Abtreibungsgegner und so weiter, aber da kriegt er halt auch so, "Das sind die Zenturionen, die töten Babys" und so weiter.
Der Scharlachrote König verstärkt also diese religiösen Wahnvorstellungen, möchte ich es jetzt mal nennen, die diese Menschen sowieso haben.
Und unser Grunwald ist ein homophobes Arschloch. Und natürlich spielen wir dann damit, dass wir den Nachbarn nicht nur als homosexuellen Menschen darstellen, sondern der ist dann halt eine schwule Hexe in Anführungsstrichen.
Das ist also genau dieses Mindset, das sowieso vorhanden ist, dass dann aber wahnhaft verstärkt wird. Zum Beispiel durch den Scharlachroten König, der natürlich ein großes Interesse daran hat, dass auf der Turtle Bay gebaut wird.
Turtle Island, entschuldigung.
Meinungen?

Hendrian:
Das Schlimme ist, dass es schlüssig klingt.

Flo:
Ja, leider.

Jonas:
Ich habe dagegen zu halten.

Dela:
Okay.

Flo:
Sehr gut.

Jonas:
Und zwar, es gibt Parallelen, ja. Aber es gibt nur exakt einen Punkt und einen Bauplatz, wo die Tower Company ihr Grundstück hat und dann darauf bauen kann und alles.
In diesem einen New York auf dieser einen Welt.
Alle anderen Version von New York sind vollkommen egal. Da sind vielleicht Tore dazu oder so, aber ob da gebaut wird oder nicht, vollkommen egal. Es gibt nur um Jakes Welt diesen einen Bauplatz wo die eine Rose blüht.

Dela:
Ja.
Aber das ändert ja nichts daran, dass der Scharlachrote König gerne Zwietracht sieht, generell. Einfach nur so als Spaß. Auch wenn es um nichts geht.

Jonas:
Ja, aber da kannst du überall, wo es geht, den Scharlachroten König reinhalten.

Dela:
Nein, aber der Punkt ist halt genau, dass die Mechanik, die dahinter funktioniert, genau dieselbe ist wie bei Schlaflos.
Das ist im Prinzip dieselbe Geschichte, das kannst du aufeinander legen. Wie dieser Typ immer mehr in den Wahnsinn abdriftet, unter genau diesen Aspekten.
Und wie gesagt, als Verstärkung nochmal, es werden nämlich auch Revolverhelden in dieser Geschichte erwähnt. Denn als die beiden sich gegenüberstehen, fällt der Satz, "wir Revolverhelden, die sich auf der einzigen Straße einer Geisterstadt gegenüber standen." Also ich glaube auch nicht, dass es eine Turmgeschichte ist, aber ich glaube, das war schon Absicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Zufall ist.

Hendrian:
Und das Dixie-Klo ist eigentlich so ein Portal in eine andere Welt. Genau.
Und die Schwärze des Tanks ist das Flitzerdunkel.
Genau. Und dann kommt der da quasi hinten wieder raus und ist in einem völlig anderen Florida.
Und deswegen ist auch der Grunwald so verwirrt, als er ein Föhn in die Badewanne bekommt.

Jonas:
Übrigens gibt es die Turtle Bay in Florida tatsächlich.

Dela:
Okay.
Ja, gut. Nein, das ist eigentlich... Aber ich fand die Geschichte scheußlich. Ich ging ja echt auf den Sack.
Als ich dieses Element gefunden hab, hat diese Geschichte für mich plötzlich sehr, sehr viel gewonnen.

Flo:
Für mich nicht, weil ich hab sie mit einer anderen Geschichte in Verbindung gebracht.

Dela:
Okay.

Flo:
Und zwar Duddits.
Für mich war das ein Kackwiesel.

Dela:
Ja, ja, du hast recht.

Flo:
Nein, ich glaube es ist einfach nur einfach scheiße.

Dela:
Symbolik, oder habt ihr zum Inhalt noch was?

Hendrian:
Ich bin immer noch erstaunt, dass ihr die Geschichte so furchtbar findet.

Flo:
Das habe ich jetzt nicht gesagt, sie ist halt nur nicht gut.

Dela:
Genau, es ist kein Sprengstoff.

Flo:
Zum Inhalt noch, wir haben eben schon über den Hund gesprochen, ich fand es ganz nett, dass der Hund so eine große Rolle spielt auch bei seinem Entkommen.
Also er schraubt sich ja mit den Hunde-Marken raus. Das fand ich noch eine nette Sache.

Dela:
Ja, das ist ein Punkt, das stimmt auf jeden Fall. Aber wie gesagt, ich weine immer noch der Gelegenheit hinterher, dass wir diesen Streit überhaupt erst mal in einer Diskussion über Hundekacke begonnen haben.
Das hätte so viel mehr Sinn gemacht in meiner Welt, aber Sinn ist uns leider nicht vergönnt.
Sinn ist uns leider nicht vergönnt, damit sind wir bei der Symbolik.
Denn das ist für mich dieser Punkt, wir haben ja dieses, als er dann diesen Tank aufschraubt und diesen Lichtspalt sieht,
manchmal braucht man einen Worst Case, um aus dem eigenen Jammertal herauszufinden.
Man muss quasi vom Regen in die Traufe, in die Scheiße gelangen, damit man wieder Licht sieht.
Und da kommt halt dieser ganze Punkt her, mit was er für Marotten hatte und wie er die dann tatsächlich dann auch direkt überwunden hat. Aber sonst habe ich hier keine Symbolik. Ich könnte mir welche aus den Rippen schneiden, aber ich glaube meine Verschwörungstheorie zum Turm reicht schon für Verschwörungstheorie.

Hendrian:
Ich erinnere nochmal an meinen Satz von vorhin mit Geburt und Wiedergeburt und da ist ja dann seine Marotten los, als er quasi aus der Kacke rausgeboren wurde. und dann ja auch nackt da frisch geboren nackt und verschmiert rum steht. ja das muss dann auch genügen an Symbolik meinerseits,

Dela:
Flo, hast du hier Querverbindungen?

Flo:
ja wir sind wieder in Florida das ist eine Querverbindung zu Wahn also zumindest so grob aber wir hatten in der Novelle Atemtechnik auch schon die Geschichte einer Lehrerin die in einem Klo stecken bleibt.

Dela:
Ich kann mich da dran nicht erinnern, ich hab da gerade mit Hendrian in der Pre-Show schon drüber geredet.
Atemtechnik war doch die Geschichte von der Frau, die schwanger ist.

Flo:
Genau. Aber es gab da noch andere Erzählungen, die wird jetzt nicht ausführlich erzählt, aber es wird so erwähnt.

Jonas:
Die treffen sich ja alle in diesem Herrenklub und erzählen Geschichten.

Dela:
Ach so, ja, das, okay, das kann sein, das hab ich vergessen.

Flo:
Ja, aber ansonsten habe ich jetzt auch keine Querverbindung da mehr.

Dela:
Gut. Ihr anderen auch nicht?

Jonas:
Nein, natürlich nicht. Mir ist nur noch eine Sache aufgefallen, die ich vorhin vergessen habe.
Wenn da ja dieser Spalt in dem Dixi-Klo unten ist, warum ist die ganze Flüssigkeit nicht abgelaufen?

Hendrian:
Physik.

Dela:
Zu dickflüssig.

Flo:
Es wird als sehr zähe Masse bestrieben. Ich will mir das gar nicht so vorstellen.

Jonas:
Aha, okay. Weil irgendwas muss ja raus sein, weil da drüber vor der Kerne sich auch, weil er sagt, dann ist er auch wegen Umweltverschmutzung dran. Aber, ja, kann das so lange dauern?
Egal.

Dela:
Egal. Ich sage das, wenn das dickflüssig genug ist.
Ich mein, bei uns gibt es nicht umsonst die Redewendung, das klebt wie Pumascheiße, also...

Jonas:
Dabei habt ihr gar nicht so viele Pumas.

Dela:
Die sind nur gut getarnt.
Gut. Habt ihr denn Zitate? Und ich bin mir sicher, ihr wisst welches Zitat ich habe.

Jonas:
Ja, ich hab's auch, aber bring du es vor, bei dir stimmt es.

Dela:
Das sind im Prinzip zwei, die zusammengehören. "Ich will nach Hause, um ein warmes Bad zu nehmen.
Vergiss die Schmerzmittel. Ein warmes Bad ist das einzige, was wirkt.
Wenn ich könnte, würde ich mein ganzes Leben in der Wanne verbringen."
Und dann, "das ist der einzige Ort, wo ich noch glücklich bin. In meiner Badewanne."
Und ich möchte das mit der ganzen Tiefe meines Herzens unterschreiben.

Flo:
Das ist lustig, dann hatten wir alle dieselben Zitate.

Dela:
Hendrian?

Hendrian:
Ich zitiere mich einfach selber. Ich vergesse immer Zitate aufzuschreiben beim Lesen.

Dela:
Okay.
Gut, gibt es denn für dieses Elend eine Verwertung?

Flo:
Ja.
Es entstand tatsächlich 2010 ein Dollar Baby, also ein Kurzfilm, Studentenkurzfilm zu dieser Geschichte.
Im King Wiki kann man dazu zum Beispiel ein paar Bilder sehen.
Ich weiß nicht, ob ich den Film sehen will.

Dela:
Nein, nein, nein.

Jonas:
Unbedingt!
So zum Essen, weil das ist ja kurz, kann man das nebenher laufen lassen.

Dela:
Aber hat denn für euch der Ekelfabrik generell funktioniert? Also ich muss dazu sagen, für mich nicht.
Aber ich komme auch aus einem Haushalt voller Altenpflege und Krankenschwester.
Das heißt, ich bin mit Fäkalien-Diskussionen am Flüchtlingstisch aufgewachsen. Mir macht das nichts mehr aus.

Hendrian:
Nee, der Ekel hat für mich überhaupt nicht funktioniert, aber die Enge.

Flo:
Mir geht es ähnlich wie Dela. Ich habe ja auch mal im Krankenhaus gearbeitet und was man da beim Frühstück schon an Geschichten hatte, war weitaus schlimmer als das hier.
Außerdem, wenn ihr die Dela-Teratur mit Flo hört, wisst ihr, dass wir auch ganz andere Sachen noch lesen.
Das hat jetzt mir auch nichts ausgemacht.

Dela:
Okay. Jonas?

Jonas:
Äh, nee so richtig eklig fand ich es nicht. Ich konnte mich reinversetzen, dass das nicht nett ist, aber mehr auf so einer geruchlichen Ebene.

Dela:
Okay.
Dann würde ich sagen, gehen wir an die Bewertungen. Und Flo, fang du mal an.

Flo:
Puh, es ist gar nicht so einfach für mich, denn ja, die Geschichte ist nicht gut und ich hätte sie aber trotzdem gar nicht so schlecht bewertet, wenn sie kürzer wäre.
Also sie ist von den drei Geschichten mit Abstand heute die längste.
Ich glaube mit 80 Seiten oder so. Und da ein Drittel raus, ein bisschen mehr Action rein.
Also die ganzen Szenen in dem Klohäuschen. Es kommt nicht so richtig die Spannung für mich auf.
Es war nicht so langweilig wie ein, ich gebe mir hier mal zwischen den zwei anderen Geschichten, die ich heute gegeben habe, ich gebe 9 Punkte.

Dela:
Okay. Ah ja, Jonas?

Jonas:
Ich wollte das eigentlich genauso machen. Ich platziere die zwischen meinen zwei anderen Geschichten Bewertung. Ich gebe 12 Punkte.

Dela:
Bei mir wäre es tatsächlich so gewesen, ich wäre bei 5 Punkten rausgekommen. Und dann habe ich diese Turmverschwörungstheorie für mich entdeckt. Und da fand ich die Geschichte plötzlich witzig. Und deswegen komme ich hier tatsächlich bei 9 Punkten raus.

Hendrian:
Ich fand die total unterhaltsam, ich geb 14.

Dela:
Ich sehe ein Muster, ich kann mich erinnern, dass du den rasenden Finger aus dem Klo auch sehr unterhaltsam fandst.

Hendrian:
Ja vielleicht trifft das einfach meinen Fäkalhumor.

Flo:
Dann solltest du Duddits lesen.

Hendrian:
Hab ich schon, hab ich schon, fand ich ganz gut.

Flo:
Freak

01:07:41 Hausmeisterei, Verabschiedung und Outro

Dela:
Gut, dann würde ich sagen, sind wir durch mit den ersten Kurzgeschichten.
Oder habe ich noch irgendwas vergessen? Nee, ne?

Flo:
Das ist komisch, wir haben erst für kurz die letzte Folge aufgenommen, aber ich bin auch irgendwie raus. Ich glaube, wir haben alles.

Dela:
Okay. Ja, die Kurzgeschichtensammlungen sind ja immer ein bisschen anders von der Struktur her. Und die letzte Kurzgeschichtensammlung ist schon echt lange her.
Deswegen verzeiht mir, dass Gelegentlich durcheinander kommen. Aber ich glaube, wir haben alles. Deswegen...
Ihr könnt gerne mit uns senden, wenn ihr das möchtet, auch für spätere Romane. Guckt einfach in unsere Lese-Liste.
Da findet ihr alle Details zu den Folgen, die schon versendet sind, aber auch zu denen, die noch frei sind. Haut uns einfach über die üblichen Kanäle an. Twitter, Mastodon, was auch immer ihr möchtet.
Wir sind erreichbar. Und dann könnt ihr gerne mit uns senden. Ihr braucht nichts weiter dafür. Ihr braucht nur ein Mikrofon und Teamspeak.
Und ansonsten sind wir auch sehr Beginnerfreundlich. Also wenn ihr noch nie in Mikrofone gesprochen habt oder so oder ihr habt nie wirklich viel King gelesen.
Ihr könnt hier gerne auftauchen. Ihr seid gerne willkommen. Aber natürlich auch, wenn ihr schon die entsprechenden Expertise habt. In diesem Sinne.

Flo:
Und falls ihr nicht mitreden, aber mitlesen wollt, weil wir ja die Reihenfolge geändert haben, für die nächste Folge müsstet ihr dann lesen, "der Rastplatz, der Hometrainer, Hinterlassenschaften und Abschlusstag."
Genau.

Dela:
Gut, dann bedanke ich mich ganz herzlich beim großartigen Jonas, das war mir wie immer eine Ehre.

Jonas:
Danke, hat Spaß gemacht.

Dela:
Ich bedanke mich beim Flo, danke, dass du diesmal wieder mit mir Geduld hattest und meiner chaotischen Sendungsführung.

Flo:
Ach ich hab dir einfach nicht zugehört.

Dela:
Und ich bedanke mich natürlich auch beim großartigen Hendrian. Du bist immer noch meine Lieblingsgeisel. Es ist schön, dass du da warst.

Hendrian:
Das hat Spaß gemacht. Gerne wieder.

Dela:
In diesem Sinne, liebe Hörer und Hörerinnenschaft, lasst es euch gut gehen. Wir hören und lesen und sehen uns demnächst wieder.
Bis dahin, lasst es euch gut gehen. Und ein ganz kurzer Seitenkommentar noch. Für Menschen, die zum Beispiel eine Hör- einschränkung haben oder irgendwas,
bieten wir ab jetzt für König Bube Dame Gast und alle anderen Delasaster Productions auch ein Transkript an. Das wird dann immer in der Folge verlinkt und,
dann könnt ihr quasi parallel mitlesen, wenn ihr das möchtet.
Gut, das wollt ich nur noch gesagt haben. In diesem Sinne, wir hören uns und sehen uns das nächste Mal wieder. Tschüss!

Flo:
Ciao!

Jonas:
Ciao!

Hendrian:
Tschüss!